[Rezension] Lyssa Kay Adams – The Secret Book Club

Kurzinfos:

Titel: The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman (The Secret Book Club #1)
Autorin: Lyssa Kay Adams
erschienen im: Kyss Verlag
Seiten: 400 Seiten
brochierte Ausgabe
Preis (Stand 06/20): 12,99€ zum Beispiel bei amazon

Klappentext:

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!
Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen …

Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

Meine Meinung:

Er: Du hast mir all die Jahre den Orgasmus vorgetäsucht und mich angelogen? Sauer, verletzt (Einigermaßen verständliche Reaktion meiner Meinung nach)
Sie: Aus dem Haus! Scheidung!
Er: geht –
Sie: Aha! Du bist gegangen, das heißt du liebst mich nicht!

Wo soll ich anfangen? Ich hatte so große Erwartungen an dieses Buch – ich meine ein Haufen Kerle, die zusammen Liebesbücher lesen? Eine wahnsinnig gute Idee! Etwas was man nicht alle Tage liest und es hätte so toll werden können –

Gavin ist professioneller Baseballspieler, verheiratet mit Thea und Vater von 2 kleinen Mädchen. Alles könnte so schön sein, aber an einem verhängnisvollen Abend (ich vermute es gab Nebel, unheilvolle Hintergrundmusik und den ein oder anderen Blitz, das Buch sagt dazu nichts, aber in meinem Kopf lief das so ab) kommt raus – Thea spielt Gavin den Orgasmus vor. Seit 3 Jahren.
Gavin ist sauer und wohl vor allem deswegen verletzt, weil sie es drei Jahre nicht geschafft hat ihm die Wahrheit zu sagen, sondern um des lieben Friedens willen einfach gelogen hat. Und nicht nur was diesen Aspekt ihres Lebens angeht.

Jedenfalls will sie dann irgendwann die Scheidung und Gavin ist fertig, weil er sie (mir unverständlich tatsächlich) immer noch liebt, also kommen seine Teamkollegen auf den Plan, die ihn in ihren geheimen Buchclub aufnehmen. Denn Liebesbücher sind ja eigentlich nichts anderes als Handbücher, mit denen man das Herz seiner Angebeteten wieder zurückgewinnen kann, oder?

Es gab ein paar Sachen, die mochte ich sehr gerne an diesem Buch. Zuerst mal – Gavin war auf seine tollpatschige Nullcheckerart irgendwie charmant und die Art und Weise, wie er sich reingehängt hat Thea zurückzugewinnen und auch die Momente mit seinen Kindern (Ein Zucker-Vater) waren wirklich schön zu lesen. Ich finde die Szenen im wirklichen Buchclub waren unterrepräsentiert, vor allem die Situationen mit Mack (seines Zeichen Buchclubgründer) und Gavin waren so witzig, die beiden können sich wirklich nicht leiden (wieso auch immer). Mack ist bei weitem mein liebster Charakter in diesem Buch!

Der Buchclub liest einen Liebesroman aus der Regency-Zeit „Die Verführung der Gräfin“ und ab und an sind immer mal ein paar Seiten aus der Geschichte abgedruckt, also eine „book-in-book-situation“ was ich sehr gut gelungen fand. Tatsächlich fand ich die Regency-Geschichte teilweise besser als die „Gavin und Thea Geschichte“.

Speaking of Thea – Ich fand sie ganz ganz ganz ganz ganz ganz furchtbar. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, ich meine ich verstehe bis zu einem gewissen Punkt, dass ihre Vergangenheit sie beeinflusst hat, aber sie war wirklich wahnsinnig unsympathisch. Das ist eins von diesen Büchern, wo es gar kein Problem gegeben hätte, wenn die Leute einfach ihren Mund aufgemacht hätten um miteinander zu sprechen! Die Prämisse ist einfach nur lächerlich, Thea hat jede Menge Probleme mit ihrer Ehe und der fehlende Orgasmus ist nur eine Reaktion auf diese Probleme, aber weil Orgasmus was mit Sex zu tun hat „uuuuuh Sex“ nehmen wir das jetzt einfach mal als Aufhänger. Das Buch nimmt sich damit viel zu ernst und dieser ganze Orgasmus-Schmarrn ist allen Leuten viel zu wichtig. Thea fühlt sich in ihrem Leben unwohl, mag die Frauen in ihrem Freundeskreis nicht, fühlt sich alleine gelassen, hat vielleicht zu früh geheiratet und musste ihr Studium aufgeben? Nääää – lasst uns lieber auf das Orgasmusproblem versteifen (Wortwitz not intended).
Ihre Schwester war anstrengend. Thea war anstrengend und zusammen waren sie einfach nur unlesbar.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, ein easy read, schreiben kann die Autorin ohne Frage, einfache Sprache, aber das ist ja für diese Art Buch nichts ungewöhnliches.

Insgesamt ein Buch mit ein paar hellen Stellen, die Spaß gemacht haben, das sich aber insgesamt zu ernst genommen hat, mit einer anstrengenden Hauptperson die es einem unmöglich macht sie zu mögen und einer einfach nur lächerlichen Ausgangssituation. Hat mir nicht besonders gefallen. Leider.

1,5 von 5 Sterne

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